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Fotos richtig drucken: So wird aus dem Schnappschuss ein Poster

Die schönsten Urlaubsfotos oder ein Porträt als Geschenk für den Liebsten: Ein Poster vom Lieblingsfoto zu drucken ist eine richtig schöne Sache – und technisch etwas kompliziert. Damit Sie Ihre Erinnerungsfotos in perfekter Auflösung und im richtigen Format an Ihre Wand hängen können, haben wir hier die wichtigsten Kriterien für Sie zusammengestellt.

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Kriterien für das perfekte Poster

Um am Schluss ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten, ist es besonders wichtig, die Datei, die ausgedruckt werden soll, richtig vorzubereiten. Kriterien, die es unbedingt zu beachten gilt:

  • Punktdichte, auch bekannt als dpi (dots per inch)
  • Art des Drucks
  • Bildformat
  • Farbmodell und Farbtiefe
  • Seitenverhältnis des Posters

Zunächst einmal: Nicht jedes Foto ist für den Druck als Plakat geeignet. Unscharfe Bilder oder solche, die eine zu niedrige Auflösung haben, sollten Sie gar nicht erst ausdrucken, denn die einzelnen Pixel (Bildpunkte) wird man auf einem großen Plakat erst recht bemerken, genauso wie unscharfe Bildelemente. Insgesamt gilt: Wenn Sie das Foto selbst bearbeiten, sollten Sie das Dokument in der späteren Postergröße anlegen. Legt man das Dokument schon in der Größe an, sieht man sehr gut, ob das Bild später verpixelt oder unscharf aussehen wird oder nicht.

Schwieriger wird es mit unüblichen Seitenverhältnissen. Viele (Online-) Druckdienste bieten den Druck ungewöhnlicher oder A0 überschreitender Poster gar nicht an. Findet man keinen Druckservice für das gewünschte Format, gibt es zwei andere Optionen:

  1. Wenn das Poster A0 überschreitet: Bilddatei in mehrere kleine Bilder „zerschneiden“ und am Ende ausgedruckte Bildelemente zusammenkleben
  2. Wenn das Poster unter A0 liegt, das Seitenverhältnis aber ungewöhnlich ist: Poster im nächsten größeren DIN A-Format drucken lassen und weiße Ränder abschneiden

Die zweite Option ist natürlich um einiges schöner, vor allem, weil die meisten Druckservices praktische Schneidemaschinen haben, mit denen der Zuschnitt sehr glatt aussieht. Die erste Option sollte also nur in Anspruch genommen werden, wenn sich wirklich keine andere Möglichkeit bietet. Im Zweifelsfall sollte man sich vielleicht dafür entscheiden, das Bild kleiner als ursprünglich gewünscht, aber in einem Stück auszudrucken.

Farbtiefe und Schärfe beim Druck

Häufig vergessen wird beim Posterdruck, dass auch die Farbtiefe und Schärfe eines Bildes über die Qualität des Posters entscheiden. Die Farbtiefe bestimmt, wie differenziert wir die Farben wahrnehmen. Der Standard-Anspruch liegt mittlerweile bei 8 bit und einem RGB (Rot, Grün, Blau) Farbraum. Ist dieser Standard eingestellt, wird das Bild, was die Farbtiefe angeht, in der Regel ein optimales Ergebnis liefern.

Die Auflösung (dpi) ist nur ein Teil des gesamten Schärfeeindrucks eines Bildes. Die Schärfe ist eher zweitrangig physikalisch zu beurteilen. Wichtiger ist, dass das Auge das Bild als scharf wahrnimmt. Ebenso kommt es vor, dass Bilder nicht gewünscht gestochen scharf sein sollen, sondern auch weiche, verschwommene Elemente beinhalten sollen. Die Schärfe ist also immer subjektiv zu betrachten.

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Von der Datei zum Poster – so machen Sie Ihr Bild druckfertig

Kann Ihre Datei nun alle Kriterien erfüllen, ist sie auch schon fast druckfertig. Der letzte Teil richtet sich vor allem noch einmal nach dem jeweiligen Druckservice. Zuerst müssen Sie wissen was Sie wollen. Anbieter für den gewöhnlichen Ausdruck von digitalen Bildern, gibt es viele im Netz. Sie unterscheiden sich insbesondere im Preis und im Service. Wollen Sie die Bilder auch auf eine Tasse drucken lassen, oder ganz einfach auf Fotopapier? Suchen sie ein Unternehmen, das sich auf Großaufträge und professionelle Drucke spezialisiert hat und aus Ihrem Foto Außenwerbung für Ihre Firma druckt, dann sind Profis besseren Ansprechpartner. Hier ist es sinnvoll, die Vor- und Nachteile einzelner Druckdienste zu vergleichen, ebenso wie die Preise, die je nach Posterart und gewünschtem Gewicht des Posters stark voneinander abweichen können. Auch Aktionsangebote und Rabattgutscheine ermöglichen Vergünstigungen, wodurch insbesondere auf Großbestellungen viel Geld gespart werden kann – schließlich ist Poster drucken nicht gerade billig.

Der Druckservice wird in der Regel nur ein oder mehrere Dateiformate annehmen. Die gängigsten Dateiformate zum Druck sind:

  • TIF
  • JPG
  • BMP
  • GIF
  • PNG
  • PDF

Auch die Größe der Datei spielt eine Rolle. Größer als 25 MB sollte die zu druckende Datei auf keinen Fall sein, beachten Sie jedoch die jeweiligen Einschränkungen der Druckdienste. Wenn Sie Ihre Datei in einem Printservice-Geschäft ausdrucken lassen, können Sie die Datei häufig wahlweise per E-Mail versenden oder auf einem Stick mitbringen.

Letztes Kriterium: Papierqualität

Nun ist Ihre Bilddatei perfekt auf den Druck vorbereitet. Die letzte Frage ist nur: Welches Papier wähle ich aus? Sie haben zum Beispiel die Wahl zwischen matter oder glänzender Oberfläche, Deluxe-Versionen mit speziellem Überzug auf dem Poster und vielem mehr.

Bei diesem Kriterium zählt ganz einfach Ihr Geschmack, wenn es aber um die Papierdicke geht, sollten Sie sich überlegen, welchen qualitativen Anspruch Sie an Ihr Poster stellen. Ihr Plakat sollte mindestens 135 g/m² wiegen, sonst reißt es zu schnell. Glänzendes Papier reißt außerdem leichter, es sollte also möglichst dicker sein als mattes Papier. Haben Sie all diese Kriterien beachtet, sollte Ihr Poster ein perfektes Ergebnis liefern und Ihnen noch viel Freude bereiten.

Themen: Fotoprodukte
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